Last Word 100

Unfortunately our printers in the UK fucked up two pages in the German and Spanish issue 100 – here you can read the latest LAST WORD in German, and Spanish.

Lektion Nr. 100: Worauf kommt es an? Talent, Hartnäckigkeit, Kreativität, Beliebtheit oder auf alles zusammen? Text: Anders Hagman Wir alle kennen die alles entscheidende Frage: Worauf kommt es an? Aber wie lautet die richtige Antwort? Es kommt wohl darauf an, was man erreichen will, oder? Wagen wir einen Versuch und vergleichen die Produktion eines Snowboardmagazins mit dem Aufbau einer Pro-Karriere, um zu sehen, ob man ähnliche Voraussetzungen für die unterschiedlichen Aufgaben braucht.

Leben

Säugling
Als Baby ist das Leben noch aufregend. Die großen Abenteuer warten noch direkt vor der Tür und alles erlebt man noch zum ersten Mal.

Kind
Kleiner Kinder sind vernünftige kleine Leute, die in jedem Bereich ihres Lebens zufrieden sein wollen. Wenn sie dieses Level erreicht haben, leben sie fröhlich und entspannt von Tag zu Tag. Wehe aber, wenn sie mit irgendetwas oder irgendjemandem nicht zufrieden sind, dann wird geschrieen und getreten, als ob der Leibhaftige sie jagt.

Teenager
In der Pupertät werden viele Menschen vorsichtiger, sie handeln nicht mehr ohne nachzudenken, sondern denken bevor sie handeln. Das Leben beginnt eben ernst zu werden. Außerdem versuchen wir in dieser Zeit unser Leben zu verstehen und betrachten unser Schicksal aus allen möglichen Richtungen, um den tieferen Sinn zu erkunden. Nach dieses Rätsel gelöst ist, finden wir als Lohn unsere Identität. Mit der Zeit fühlen wir uns auch sehr wohl in unsere Haut, sogar so wohl, dass wir Witze auf unsere eigenen Kosten machen können.

Erwachsener
Als Erwachsene neigen Menschen dazu, sich selbst ale reif und erfahren einzuschätzen. Das Leben kann ihnen nichts mehr vormachen, sie wissen immer wie der Hase läuft. Aber stimmt das auch? Ist unsere Entwicklung wirklich irgendwann abgeschlossen? Sicher können wir uns vormachen, dass wir perfekt sind, aber eigentlich nimmt das Lernen nie ein Ende und das wissen wir auch. Irgendwann meldet sich immer dieser kleine Zweifel, ob wir nicht noch besser werden können – egal um welche Belange unseres Lebens es geht.

Onboard Magazin

Säugling
Wenn ein Magazin geboren wird, ist Begeisterung ein Schlüssel zum Erfolg, außerdem ist Kreativität wichtiger als alles andere, ansonsten würdest du ein Heft kreieren, das niemand lesen will. Aber wenn du kreativ bis, erschließen sich unendlich viele Möglichkeiten und genau so fühlten wir uns Mitte der 90er Jahre im Onboard Office mit dem ersten Magazin in der Hand.

Kind
Als das Onboard Magazin in dieses Alter kam, war es schon recht beliebt und zu sagen, dass Beliebtheit ein Schlüssel zum Erfolg ist, ist keine gewagte Aussage. Beständigkeit war allerdings auch involviert, als das legendäre Onboard-Trio – Drew, Droidy und Russel – jede Saison Qualität aus ihrer Hütte direkt neben dem Seilbahnstation in Mayrhofen auf den Markt brachten. In dieser Phase verschwinden die meisten Snowboardmagazine von der Bildfläche, wenn die anfängliche Liebe, die Kreativität und die anfänglich hohen Verkaufszahlen der Vergangenheit angehören.

Teenager
Wenn die erste Begeisterung verflogen ist, zahlt sich Hartnäckigkeit für ein Snowboardmag mehr aus als alles andere. Onboard hat nicht nur den Umzug von Österreich nach Chamonix überlebt, sondern auch ein paar Jahre mit harten Gegenwind aus der Industrie. Ich muss zugeben, es war knapp. Noch ein paar weitere durchzechte Nächte in einer Bar irgendwo in den Alpen und du würdest jetzt nicht dieses Last Word lesen. Onboard wäre gestorben, betrunken an einen Baum gefahren wie es etliche Teenager ergeht – traurig, aber leider nur zu wahr. Hartnäckigkeit ist der Grund, warum wir noch hier sind, obwohl hartnäckiges Glück vielleicht eher der Wahrheit entspricht.

Erwachsener
Für beide, das Magazin und den Pro ist Liste “worauf es ankommt“ lang und detailliert geworden. Es kommt eben auf alles an, auf Talent, Kreativität, Hartnäckigkeit und Belieb- bzw. Bekanntheit. Außerdem ist der Sport und die Industrie zu groß und wichtig geworden, um sich Fehler erlauben zu dürfen. Der große Unterschied ist nur, dass man die für ein Magazin nötigen Fähigkeiten auf mehrere Macher verteilen kann, der Pro muss alles selbst mitbringen, was ein Pro braucht. Natürlich kann er ein Team um sich scharen, Ernährungs-, Finanz-, Fitness- und Boardspezialisten für sich arbeiten lassen, trotzdem muss er am Ende zeigen, was er wert ist.

Pro Snowboarder

Säugling
Für einen Snowboarder, der erfolgshungrig und heiß auf eine Karriere ist, scheint Talent die wichtigste Voraussetzung zu sein. Denn ohne Talent wirst du niemandem auffallen oder schlimmer: Du fällst als talentlos auf. An dieser Hürde scheitern die Meisten, während die geborenen Stars, die Terjes und Shauns unter uns, sie einfach überspringen. Doch obwohl es für alle so aussieht, als ob diesen Stars ihr Erfolg einfach so zufliegt, müssen sie dennoch zu irgendeinem Zeitpunkt die Entscheidung treffen, Pro zu werden. Natürlich wissen sie aber von ihrem Talent, wenn sie den Entschluss fassen und das macht vieles leichter.

Kind
Für einen aufstrebenden Ripper ist Hartnäckigkeit noch viel wichtiger. Denn nur die wenigsten Rider werden entdeckt, bevor sie die ersten Siege eingefahren haben. Das bedeutet einige Jahre on the Road ohne einen einzigen Cent auf der Bank. Tickets, Hotels und Boards müssen aus eigener oder der Tasche verständnisvoller Eltern bezahlt werden.

Teenager
Wenn ein Pro-Rider in dieses Alter kommt, ist er schon etwas bekannt und auch irgendwie beliebt – zumindest bei seinen Fans und wenn es nur sein Teammanager ist. Leider muss ein Pro sich aber auch bei einer anderen, viel schwerer zu überzeugenden Gruppe einen Namen machen: Bei anderen Pros, den härtesten Kritikern überhaupt. Um Erfolg zu haben, bleibt fast nur eine Möglichkeit, die Wiederbelebung der eigenen Kreativität. Also eigene Tricks kreieren oder old school Moves zeigen, die kein anderer mehr macht. Ingemar Backman war Meister in diesem Fach, wie ich bei unzähligen Gelegenheiten erleben durfte – damals, als wir noch zusammen durch die Welt reisten. Er hat es immer wieder geschafft, dass ich ihm nur mit offenem Mund staunend zusehen konnte.

Erwachsener
Es gibt also einige Gemeinsamkeiten, aber hast du irgendetwas aus diesem Vergleich gelernt? Wahrscheinlich nicht so viel, wie beim Lesen von Dalai Lamas Buch „Der Weg zum Glück“ oder eines Erfolgsratgebers wie „sieben Wege zur Effektivität”, aber zumindest ein klein wenig.
Seit der Onboard-Ausgabe Numme zwei bin ich in dieses Heft involviert und inzwischen hat diese Kolumne sogar ihr zehnjähriges Jubiläum gefeiert, wobei ich seit dem Anfang beim Schreiben versuche meine Weisheit zu teilen. Ohne jetzt sentimental klingen zu wollen, verspreche ich, dass das auch noch eine Weile so weitergeht. Denn Snowboarden lehrt uns viel, jedes Mal, wenn wir raus in die Berge gehen. Darüber zu lesen kann deshalb immer nur die beste Alternative sein.
COSAS MÍAS

¿QUÉ HACE FALTA?

-¿TALENTO, PERSISTENCIA, CREATIVIDAD, POPULARIDAD O TODO JUNTO?

Todos conocemos la eterna pregunta: ¿que hace falta? Pero ¿cual es la respuesta correcta? Comparemos el crear una revista de snowboard con desarrollar una carrera pro de snowboard y veamos si hay similitudes.

Al principio es como cuando eres niño. Es casi como si la palabra Aventura escrita con A mayúscula está escrita en la puerta y tienes que abrirla, una vez que la abres todo es Nuevo y hay que experimentar. Todo se hace por primera vez.

Cuando nace una nueva revista, la excitación es el elemento clave. La creatividad es muy importante o acabarás creando algo que a nadie le interese. Si eres creativo el cielo será el límite – y déjame que te diga que en la primera oficina Onboard a mediados de los 90s en Fieberbrunn, Austria, no había techo. Buena cosa, ya que los cuatro ejemplares humanos con sus pipas de fumadores hubieran creado un clima insoportable.

Si te decides a ser snowboarder, el talento es probablemente más importante que cualquier otra cosa. Si no lo tienes, nadie notará tu presencia. Este es el paso en el que la mayoría fallan, mientras que unos están destinados a triunfar – los Terjes y Shauns- Aunque parezca algo que a ellos les haya llegado así sin más, en algún momento ellos tomaron la decisión de convertirse en pros. Pero esa decisión la tomaron porque ellos sabían de su talento.
De momento vas haciendo snowboard y progresas continuamente. Si sigues progresando todo seguirá su curso. Pero si dejas de progresar todo será más desesperante, en cuanto falles te calentarás, empezarás a chillar y dejarás de disfrutar.

Onboard Magazine con esa edad empezó a gustar rápidamente, así que tener un poco de popularidad es también clave. Sin embargo, la persistencia fue algo que tenía muy claro el trio Onboard – Drew, Droidy y Russel – con contenido de calidad temporada tras temporada, desde su choza cerca de la góndola en Mayrhofen (en Austria). Este es el momento en el que muchas revistas desaparecen, cuando el amor inicial al proyecto se esfuma y la creatividad y la facturación cae.

Para el snowboarder, la persistencia es también muy importante. Sólo unos pocos riders lo descubren justo antes de ganar sus primeros campeonatos. Esto significa unos pocos años ripando full time, sin que puedas ingresar un euro y que todo sean gastos. Viajar, pelearte con la tienda para que te deje el material más barato o tener que pasar por el bolsillo de tus padres.
Con la pubertad, muchos pasan de ser emprendedores a ser pensadores. La vida se está poniendo seria. Tratamos de darle sentido a nuestro pasado intentando encajar las piezas del puzzle, ésta va aquí creo que esta la voy a poner aquí. Cuando empezamos a entender la composición, creamos nuestra propia identidad. Continuamos evolucionando y nos empezamos a sentir más seguros de nosotros mismos y utilizamos la ironía y el sarcasmo para seguir evolucionando.

Después de la luna de miel la persistencia es el principal valor de una revista de snowboard, y Onboard sobrevivió no sólo por trasladarse de Austria a Chamonix, Francia, sino porque supo soportar unos años complicados, (si eres alguien que pretende ser alguien en los deportes extremos, entenderás lo de los años complicados). Unas noches en alguno de los numerosos bares de Chamonix y puede que caigas en el olvido para siempre. Habría sido como un adolescente muerto borracho en un accidente de tráfico – un triste pero muy habitual fenómeno. Así que agradecemos a esa persistencia pero mejor deberíamos decir a esa persistencia con suerte que siempre hace falta.

Cuando un pro rider llega a este estado, la popularidad se presenta de una u otra forma. Los fans aparecen pero hace falta un buen batallón de fans para impresionar a tu team manager, o en su defecto un buen crítico de snowboard también puede valer. Para llegar a este punto es necesario volver a la creatividad, tienes que hacer algún truco de la vieja escuela con un estilo particular sin que nadie más lo haga. Ingemar Backman era el amo de este tipo de cosas, no importaba el truco que hacía. Personalmente tuve la suerte de poder viajar con él durante esos años.
Crecimiento, los humanos tienden a pensar ellos mismos que son maduros, dominando los diferentes aspectos de la vida. ¿Pero realmente los dominamos? ¿Alguna vez llegamos a completarnos? Somos un poco tontos si creemos que algún día llegaremos a completarnos, en realidad sólo cogemos caminos y los completamos, pero caminos siempre hay. Una duda que siempre está ahí es pensar que lo que hemos hecho lo podríamos haber hecho mejor, no importa lo que sea, siempre podemos mejorarlo.

Para ambas partes, tanto snowboarders como revistas, hay una larga lista que hace referencia al “que hace falta”. Hace falta todo lo que has leído, o al menos un poco de cada una de esas cosas. Talento, creatividad, persistencia, popularidad – ¡es mucho! Demasiadas cosas se tienen que dar y todas ellas hay que saber administrarlas, tanto a nivel personal como en el negocio puro y duro. La gran diferencia es que para las revistas todos estos requisitos no los tiene que tener una única persona, en cambio para el pro rider sí. Seguro que el pro rider se puede rodear de asesores, entrenadores, nutricionistas y un largo etc. Pero al final eres siempre tú quien tiene que tirar del carro.

Hay también cosas parecidas, pero ¿aprendiste algo sobre las comparaciones? Seguramente no tanto como si hubieras leído Happiness del Dalai Lama o Seven Habits of Highly Effective People. Acaso te hubiera ido mejor que leer esta página. Pero si has estado presente en cada número de Onboard desde sus inicios y has leído mi columna donde he vertido muchos de mis conocimientos durante más de 10 años, algo de mi pequeña sabiduría habrá llegado a ti, es uno de mis principales objetivos cuando escribo esta columna. Sin ponernos sentimentales, prometo seguir escribiendo durante mucho tiempo.

ANDERS HAGMAN ES UN ANTIGUO PRO RIDER SUECO QUE HA FORMADO PARTE DE UN BUEN NÚMERO DE REVISTAS DE SNOWBOARD Y DE UNAS CUANTAS TRAYECTORIAS PROFESIONALES DE SNOWBOARDERS APARTE DE LA SUYA. AHORA YA CHOCHEA UN POCO.

X
Thumbnail for Last Word 100

Next up in Features

HOW TO...